Rechter Hotspot Gaststätte Keglerheim in Gevelsberg

Der AfD Kreisverband Ennepe-Ruhr unter ihrem extrem rechten Vorsitzenden Alexander Maurer und Dieter Feldhaus laden regelmäßig bekannte Akteure der Neuen und völkischen Rechten in die Gaststätte Keglerheim in Gevelsberg. Es hat sich ein rechter Hotspot im Ennepe-Ruhr-Kreis entwickelt. Zum Glück dokumentieren und protestieren dagegen viele engagierte Menschen aus Gevelsberg. Im Folgenden eine Auflistung der AfD.

@Alex Talash in der WP Ausgabe vom 18.5.26

Die braun/blaue Gästeliste – eine (unvollständige) Chronik

Am Samstag den 24.01.2025 unterstütze „das freundliche Gesicht der NS“, wie sich Matthias Helferich selber in der Vergangenheit bezeichnete die AFD in Gevelsberg in der Fußgängerzone bei einem Wahlkampfstand.
Helferich stand zuletzt in der Kritik, nachdem zahlreiche rassistische und antisemitische Chatnachrichten und E-Mails aus seiner Zeit in einer Burschenschaft bekannt geworden waren.
Der friedliche Gegenprotest wurde aggresiv angegangen, beleidigt, bedroht und es kam zu Handgreiflichkeiten der AfD Anhänger.

Gäste der AfD Jugendakademie am 22. November 2025 im Keglerheim Gevelsberg:

Patrick Heinz – Kandidat für den Jugendbundesvorstand und AfD-Fraktionsvorsitzender im Kreis Langenfeld bei Düsseldorf. Heinz ist nicht zuletzt für seine antifeministische Ideologie bekannt und hält derzeit zahlreiche Vorträge zum Thema „Remaskulierung“, in denen er eine angebliche „Verweichlichung moderner Männer“ beklagt. Ein Narrativ, das die AfD spätestens mit Krahs TikTok-Videos immer wieder belebt.

Ebenfalls als Referent geladen war der ehemalige Landessprecher der Jungen Alternative und frühere FDP-Politiker Sven Tritschler, der dem libertären Flügel zugerechnet wird und im Rundfunkrat des WDRs sitzt. Er soll über das Thema Medienarbeit sprechen. Bekannt ist er unter anderem durch ein Meme auf dem er Greta Thunberg mit Hilterbart und der Aufschrift „How dare JEW“ darstellte.

Gäste der AfD Jugendakademie am 22. November 2025 im Keglerheim Gevelsberg:

Der YouTuber „Schattenmacher“, der sich selbst als rechtsintellektuell versteht, tatsächlich aber auf seinem Kanal pseudointellektuelle Rechtfertigungen für Amokläufe und Rechtsterrorismus liefert, Rassismus offen propagiert und Menschen, die sich nicht für faschistische Ideologien begeistern, als „degenerierte Cucks“ diffamiert.

Gäste der AfD Jugendakademie am 22. November 2025 im Keglerheim Gevelsberg:

Ein Grußwort kam auf der AfD Veranstaltung in Gevelsberg von der 2019 gegründeten, der rechtsextremen Identitären Bewegung nahestehenden Frauengruppe Lukreta, die sich der Verteidigung traditioneller Frauenrollen verschrieben hat.

Die vom Verfassungsschutz seit 2023 als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD Jugend fuhr am 13. September 2025 mit einem Autokorso nach Gevelsberg um einen AfD Infostand in der Gevelsberger Fußgängerzone zu unterstützen.
Es wurden Hitlergrüße gezeigt und der friedliche Gegenprotest wurde durchgehend beleidigt und bedroht.

Und auch am 17. Mai, 2026 veranstalteten die „Russlanddeutschen in der AfD“ (wiederholt) eine Veranstaltung im Keglerheim. Darunter viele bekannte Gesichter der AfD aus dem EN-Kreis und wie mag es anders sein, der Salonfaschist Matthias Helferich.

Schön zu sehen ist aber, dass die Veranstaltungen immer mit breitem und lauten Gegenprotest verbunden sind. Kein Platz für Nazis im EN-Kreis! Kein Platz für die AfD in Gevelsberg!

NRW AfD-Jugendverband trifft sich in Gevelsberg

Eine Woche bevor die AfD ihren neuen Jugendverband nach der Auflösung der Jungen Alternative in Gießen neugründen will, veranstaltet der extrem rechte Jugendverband der NRW-Landes-AfD am 22. November im Gasthaus Keglerheim in Gevelsberg eine als „Jungakademie“ bezeichnete Tagung für die „politische Elite von morgen“.

Für den kommenden Samstag hat sich unter anderem Patrick Heinz angekündigt, Kandidat für den Jugendbundesvorstand und AfD-Fraktionsvorsitzender im Kreis Langenfeld bei Düsseldorf. Heinz ist nicht zuletzt für seine antifeministische Ideologie bekannt und hält derzeit zahlreiche Vorträge zum Thema „Remaskulierung“, in denen er eine angebliche „Verweichlichung moderner Männer“ beklagt. Ein Narrativ, das die AfD spätestens mit Krahs TikTok-Videos immer wieder belebt.

Ebenfalls als Referent geladen ist der ehemalige Landessprecher der Jungen Alternative und frühere FDP-Politiker Sven Tritschler, der dem libertären Flügel zugerechnet wird und im Rundfunkrat des WDRs sitzt. Er soll über das Thema Medienarbeit sprechen. Bekannt ist er unter anderem durch ein Meme auf dem er Greta Thunberg mit Hilterbart und der Aufschrift „How dare JEW“ darstellte.

Auf der Gästeliste steht außerdem der YouTuber „Schattenmacher“, der sich selbst als rechtsintellektuell versteht, tatsächlich aber auf seinem Kanal pseudointellektuelle Rechtfertigungen für Amokläufe und Rechtsterrorismus liefert, Rassismus offen propagiert und Menschen, die sich nicht für faschistische Ideologien begeistern, als „degenerierte Cucks“ diffamiert.

Ein Grußwort soll von der 2019 gegründeten, der rechtsextremen Identitären Bewegung nahestehenden Frauengruppe Lukreta kommen, die sich der Verteidigung traditioneller Frauenrollen verschrieben hat.

Die Inhalte und Gäste der Tagung bestätigen abermals die fortgeschrittene Faschisierung der AfD und ihrer Vorfeldorganisationen.

Mit Sorge beobachten wir, dass die Jugendorganisation der AfD nach der Kommunalwahl im September erneut den Ennepe-Ruhr-Kreis als Treffpunkt wählt, um sich hier zu vernetzen und ihre menschenfeindliche Ideologie zu verbreiten. Derartige Treffen stehen im Widerspruch zu einem weltoffenen, toleranten und solidarischen EN-Kreis.

Daher sagen wir: Kein Meter den Faschisten, weder in Gevelsberg noch in Gießen! Kommt zum Gegenprotest!

Achtung! Gefährlich! Junge Neonazis aus Hagen und Herdecke gründen Kampfsportgruppe

Junge neonazistische Gruppen mit zum Teil minderjährigen Mitgliedern machen seit dem letzten Jahr immer wieder von sich reden. Zuletzt erlangte die Gruppierung „Letze Verteidigungswelle“ aus Mecklenburg-Vorpommern in Folge von Hausdurchsuchungen und Verhaftungen mediale Bekanntheit. Und auch in NRW hat  sich die Zahl jugendlicher Tatverdächtiger im Bereich rechtsextremer Kriminalität innerhalb eines Jahres beinahe verdreifacht, wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Antwort des NRW-Innenministeriums auf eine SPD-Anfrage hervorgeht. 

Jetzt ist bekannt geworden, dass auch in unserem Ennepe-Ruhr-Kreis eine Gruppe an jungen Nazis Kampfsport trainiert und mit Messern im Internet posiert. Das finden wir sehr bedrohlich und wollen eindrücklich alle Menschen vor dieser Gruppierung warnen!

Die Gruppe heißt „Kombat89“ (kurz „K89“) und besteht aus sieben bis zehn Mitgliedern. Der Name erinnert an die verbotene rechte Terrorgruppe „Combat18“, wobei in diesem Fall der Zahlencode nicht für Adolf Hitler, sondern für die Postleitzahl einiger Hagener Stadtteile steht. In Hagen wohnt auch der Anführer, der auf seinen Social-Media-Kanälen immer wieder rechtsextreme Inhalte postet und gleichzeitig Videos dreht, in denen er martialisch mit einem Messer um sich schlägt. Ein anderes Mitglied der Gruppe kommt aus Herdecke und übt mit seinen Freunden Kampfsporttrainings aus und veranstaltet Trinkabende in einem Kleingarten-Verein. Aus diesem Grund ist die Gruppe Neonazis auch häufiger in Herdecke unterwegs. Besonders aufgefallen sind sie an den „Herdecker Mai-Wochen“ in dem sie andere Menschen bedrohten und verfassungsfeindliche Parolen riefen.

Herdecke ist eine bunte, offene Stadt – genauso wie der ganze Ennepe-Ruhr-Kreis, daher ist es ein großes Problem, wenn rechtsextreme Gruppen anfangen, Strukturen aufzubauen, die versuchen, mit Kampfsport junge Leute zu ködern – das ist kein harmloses Freizeitding, das ist gezielte Radikalisierung!

Protest gegen rechts im Juni 2020 in Herdecke

Gerade jetzt, wo das gesellschaftliche Klima durch die AfD total vergiftet wird und rechte Parolen immer salonfähiger werden, dürfen wir das nicht einfach hinnehmen. Wir müssen genauer hinschauen – vor allem da, wo es auf den ersten Blick vielleicht nicht auffällt.

Was wir brauchen, ist mehr Prävention – vor allem im Netz, wo viele Jugendliche zum ersten Mal mit so was in Kontakt kommen. Und wir brauchen Aussteigerprogramme, die diesen Namen auch verdienen.

Das ist kein Problem von irgendwo – das passiert hier bei uns. Und wenn wir nichts tun, dann überlassen wir diesen Gruppen das Feld. Und das dürfen wir einfach nicht zulassen.

Wir stellen uns quer – gegen Menschenhass und Faschismus!

Wir setzen uns ein – für eine offene und solidarische Gesellschaft!

Herdecke gegen rechts im Februar 2025

Wahlkampf im Ennepe-Ruhr-Kreis: AfD greift zu körperlicher Gewalt

Im Ennepe-Ruhr-Kreis kam es am Samstag zu körperlichen und verbalen Angriffen durch AfDler und AfD-Sympathisanten. In Witten kam es vor dem Büro der SPD zu massiven verbalen Attacken von zwei AfDlern gegen ein SPD-Mitglied. Eine Passantin ist glücklicherweise dazwischengegangen.

Opfer krankenhausreif geschlagen

Beinahe zur selben Zeit hielt die AfD einen Infostand vor dem Ruhrtalcenter in Wetter ab. Hierbei wurde ein Aktivist und Blogger gegen 12:50 Uhr tätlich angegriffen. Dieser nahm sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahr und stand mit einem antirassistischen Plakat friedlich am Rande des Infostandes. Sein Handy, mit welchem der Angriff dokumentiert wurde, wurde ihm entwendet. Couragierte Zeug*innen des Vorfalls riefen einen Krankenwagen und leisteten dem am Boden liegenden Opfer des Angriffs erste Hilfe. Auch dies stoppte den Angreifer nicht. Dieser bedrohte nun auch die helfenden Menschen verbal und forderte lautstark deren Abschiebung. Der AfD-Stand wurde hastig mit dem Eintreffen von Polizei und Rettungsdienst abgebaut. Das entwendete Handy wurde von der Polizei in einem Mülleimer direkt am AfD-Stand gefunden. Das Opfer wurde ins Krankenhaus gebracht.

Menschenrechte wählen!

Die AfD und ihr Umfeld bereiten den ideologischen Nährboden für faschistische Gewalttaten und suchen die Nähe zu gewaltbereiten Neonazis, wie die jüngsten Correctiv-Recherchen beweisen. Offenbar fühlt sich die faschistische AfD derzeit sehr stark, so dass sie immer enthemmter ihre menschenfeindliche Ideologie äußert und sie in die Tat umsetzt. Deshalb ist es wichtig, dass alle demokratisch denkenden Menschen im Sinne der großen Anti-Nazi-Proteste von vor einem Jahr an der Bundestagswahl teilnehmen und ihre Stimme einer Partei geben, die sich für Menschenrechte und Solidarität einsetzt.

Wir sind solidarisch

„Auch wenn es uns nicht überrascht, sind wir als ENSSQ besorgt über die Eskalation und Gewalttätigkeit in der politischen Auseinandersetzung. Wir stehen solidarisch an der Seite des verletzen Mitbürgers & Antifaschisten!“, so ein Sprecher von ENSSQ.

Dies ist erst der Anfang des Wahlkampfes. Auch in den kommenden Wochen wird die AfD mit Infoständen im EN-Kreis präsent sein. ENSSQ rät dazu, das Gewaltpotential der AfD nicht zu unterschätzen und nach Möglichkeit nicht alleine demokratischen Gegenprotest zu leisten. Stattdessen ruft das Bündnis dazu auf, sich den kommenden Protest-Aktivitäten anzuschließen und seinen Social-Media-Kanälen und diesem Blog zu folgen. Dort wird über Kundgebungen und Demos im Kreis auf den laufenden halten.